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Umwelttipps

ACHTUNG: Neues EU-Bio-Siegel

Im Juli 2010 wurde EU-weit ein verbindliches neues Bio-Siegel eingeführt(s. Bild). Ein Produkt erhält das europäische Bio-Siegel, wenn höchstens 0,9 % gentechnisch verändertes Material enthalten ist und mindestens 95 % der Inhaltsstoffe aus Öko-Anbau kommen. Lebensmittel mit Bio-Siegel gehören zu den Produkten mit dem höchsten gesetzlich gesicherten lebensmittelrechtlichem Standard.
Durch die Einheitlichkeit wird ein breiter Markt gesichert – auch Nicht-EU-Länder richten ihre Verordnungen mittlerweile nach dem Lebensmittelrecht des europäischen Biosiegels aus.
Für uns KonsumentInnen wird der Griff zum richtigen Produkt dadurch leichter. Also: achten Sie auf das grüne Blatt!

Schutz vor Motten!

      Es geht auch ohne die chemische Keule!
Lüften Sie Ihren Wäschekasten regelmäßig. Geben Sie keine getragene oder schmutzige Wäsche in den Kasten, denn Motten ernähren sich u.a. von Schweiß- und Schmutzrückständen. Verteilen Sie avendelsäckchen und einige Zedernholz- oder Zirbenkieferstücke im Kasten.
Reiben Sie einmal im Jahr die Holzstückchen mit einem feinen Schmiergelpapier ab, damit sie wieder duften. Um ihren vollen Duft verströmen zu können, müssen die Lavendelsäckchen alle paar Wochen kräftig durchgeknetet werden.

 

Umwelt-Tipps für den Winter

  • In der kalten Jahreszeit ist richtiges Lüften besonders wichtig. Optimal ist es, einige Mal am Tag kurz die Fenster für wenige Minuten vollständig zu öffnen. Dadurch findet ein rascher Luftaustausch statt, ohne dass die Wände auskühlen. Im Vergleich dazu hat ein ständiges Kippen der Fenster (Spaltlüftung) den Nachteil, dass permanent Wärme abgegeben wird. Im Nahbereich der gekippten Fenster besteht außerdem die Gefahr der Schimmelbildung.
  • Die Weihnachtsbeleuchtung verbraucht alle Jahre viel Strom. Gute LED-Leuchtmittel sparen etwa 90% im Vergleich zu herkömmlichen Glühlampen. Heuer wird vielfach schon LED-Weihnachtsbeleuchtung angeboten. Daher vor dem Kauf den Stromverbrauch vergleichen
    (er muss auf der Verpackung stehen).
  • Beim Feiern nicht darauf vergessen, dass es auch bei Kerzen sinnvoll ist, auf regionale Produkte zurückzugreifen. Kerzen aus Bienenwachs rußen weniger als Kerzen aus Paraffin, sind gesundheitlich unbedenklich und verbreiten einen angenehmen Duft. Das Wachs herkömmlicher Kerzen besteht meist aus Paraffin, einem Abfallprodukt der Schmierölproduktion. Beim Abbrennen solcher Kerzen entstehen Ruß und Stickstoffoxide, die sich  in höheren Konzentrationen nachteilig auf die Gesundheit auswirken können. Deshalb während und nach der Benützung ausgiebig lüften. Außerdem sollte man auf das RAL-Gütezeichen achten. Es steht für hohe Qualität und eine geringe Schadstoffmenge beim Abbrennen.

 

Fair Fashion – Fairträgliche Mode

         Fair Trade und WELTLADEN sind in unseren Pfarren und Pfarrgruppen gut eingeführt – ein Verdienst, an dem die kfb Frauen einen großen Anteil haben.Der Familienfasttag und die damit verbundenen Aktionen rücken das Thema weltweiter Solidarität wieder in den Vordergrund. Bio-Faires Frühstück im Pfarrcafé, Suppentag, Einkauf im Weltladen sind Bausteine zur Schaffung von mehr Gerechtigkeit und Lebenschancen für die Menschen in den Ländern des Südens.
Zunehmend „fair“ wird auch die Welt der Bekleidung!
In einer Umfrage vom September 2010 sprachen sich 2/3 der Befragten für faire Produktionsbedingungen aus, die Hälfte von ihnen will auch höhere Preise zahlen. Steigend ist auch der Trend zu Bio-Baumwolle, eine erfreuliche Entwicklung angesichts der Tatsachen, dass:
  • in der konventionellen Produktion und Verarbeitung von Baumwolle 86 % des Saatguts gentechnisch verändert sind,
  • mehr als 6.700 verschiedene Chemikalien eingesetzt werden,
  • Baumwolle einen extrem hohen Wasserbedarf hat (die Herstellung eines T-Shirts braucht 2.700 l Wasser !!!) und
  • lt. Angaben der WHO 20.000 Menschen im Baumwollanbau an Vergiftungen sterben;

Die Modekette C&A ist weltgrößter Einkäufer von Bio-Baumwolle, auf 10 % der Kollektion soll der Anteil 2011 steigen.

EZA – Weltläden machen bereits 17 % ihres Jahresumsatzes in Fairer Mode: Die Bio-Baumwolle für die Kollektionen kommt von indischen Kleinbauern- und bäuerinnen. Gesponnen wird sie im indischen Betrieb Mahima Purespun; verstrickt und gefärbt wird das Garn bei RT Knits auf Mauritius, Zuschnitt, Druck, Nähen und Verpackung erfolgt bei CRAFT AID auf Mauritius. Die Firma wurde 1982 als gemeinnützige GmbH gegründet und beschäftigt heute rund 215 MitarbeiterInnen, ein Viertel von ihnen sind Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Die  Arbeitszeit beträgt 41,5 Wochenstunden; Überstunden werden nur ausnahmsweise geleistet (Branchenvergleich auf Mauritius: 45 Wochenstunden + 15 verpflichtende Überstunden). Der Lohn liegt  40 % über dem Mindestlohn. Gewerkschaftliche Arbeit, jährliche Lohnanpassung und Gewinnbeteiligung der MitarbeiterInnen machen Craft Aid zum Modellbetrieb. Die Produkte tragen neben dem Fair Trade  auch das GOTS-Siegel für Bio-Textilien: es bedeutet: Verwendung von Naturfasern, Verarbeitung mit umweltverträglichen Hilfsmitteln, keine Gentechnik.
„Die Arbeit bei CraftAid ist toll. Mein Leben hat sich seither verändert. Meine Tochter kann zur Schule gehen, ich kann Strom und Essen bezahlen und sogar die Kreditraten für das Haus.“ So erzählt Shila Veeraghoven, Büglerin und Verpackerin bei CraftAid.
Schön, anschmiegsam und fairträglich im doppelten Sinn ist die Modelinie der EZA. Sich selbst etwas gönnen und damit zu mehr Gerechtigkeit beitragen – eine großartige Sache: zum Ausprobieren und Anprobieren. Ein Weltladen ist sicher in Ihrer Nähe.

Näheres erfahren Sie unter http://www.fairtrade.at/; http://www.global-standard.org/.; http://www.weltladen.at/; http://www.eza.cc/

 

       

Sauberhaft feiern

Das konsequente Vermeiden von Abfällen bei Festen und öffentlichen Veranstaltungen ist Thema und Ziel der Initiative “Sauberhafte Feste”. Durch die Verwendung von Mehrweggeschirr und Mehrwegbecher können die Feste umweltfreundlicher gestaltet werden. Eine ordentliche Mülltrennung gewährleistet die umweltgerechte Entsorgung unvermeidlicher Reste.

Machen Sie mit! Zeigen Sie sich von Ihrer sauberhaften Seite!
Mehr Infos unter
www.sauberhaftefeste.at

 

Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten

Beim nachhaltigen Gärtnern produzieren wir einen Teil unserer Nahrungsmittel (Obst und Gemüse) selbst.
Dann sind sie frisch und gesund, entsprechen der jeweiligen Saison und es sind keine Transportwege dafür zurückgelegt worden.

Der gute Geschmack und die Freude über selbst geerntetes Obst und Gemüse belohnen uns dür die Mühe der Gartenarbeit. Im Garten können wir mit der Natur arbeiten und kleine, vom Erdöl unabhängige, fruchtbare, vielseitige und lebensfreundliche Paradiese schaffen.
Wir bauen dabei Humus auf (dieser bindet sehr viel Kohlendioxyd), schaffen Lebenswelt für viele Kleinlebewesen und tragen zur eigenen gesunden Ernährung bei.Nutzen Sie den Frühling und fügen Sie Ihrem Garten ein neues Element hinzu:
ein neues Gemüsebeet, eine Kräuterspirale, einen neuen Obstbaum, eine wilde Ecke oder eine Blumenwiese statt eines Stücks Rasen.
Mehr Informationen finden in Sie in unserem Behelf: Die Erde ist uns anvertraut

 

        

Fahrradfahren nützt der Gesundheit und schont die Umwelt!

Erledigen Sie Ihren nächsten Einkauf mit dem Fahrrad. Für den sicheren Heimtransport des Einkaufs verwendet man einen am Gepäckträger montierten Fahrradkorb oder eine spezielle Fahrradtasche. Ich erledige seit 25 Jahren praktisch alle Einkäufe mit dem Fahrrad. Dadurch habe ich mindestens 2.500 Liter Treibstoff nicht verbraucht und der Mitwelt eine Unmenge an Schadstoffen erspart.

Tipp: Wer nicht gleich alle Einkäufe mit dem Fahrrad erledigen kann, beginnt mit einer Fahrt pro Woche. Mehr Information zu umweltfreundlichen Verkehr:  www.vcoe.at