Ehrenamt –
dem Anfang und Ende ein Zeichen setzen
Wenn Sie ehrenamtlich in der Pfarre arbeiten …
• Wie wurden Sie in Ihre Aufgabe eingeführt?
• Wer beauftragte Sie dazu?
• Welche Abmachungen – zeitliche, inhaltliche, technische – gibt es?
• Wie hat die Pfarrgemeinde davon erfahren, dass Sie diese ehrenamtliche Tätigkeit übernehmen?
Ehrenamtliche Arbeit braucht klare Abmachungen, einen klaren Beginn und ein klares Beenden der Tätigkeit.
So darf und soll wertschätzend für die Pfarre zum Ausdruck kommen, dass Ihre Freizeit, Ihre Energien und Ihre Ideen, die Sie zur Verfügung stellen, zum Aufbau der Gemeinde beitragen. Dafür eignet sich am besten der Rahmen eines Sonntagsgottesdienstes in Form einer Sendungs- bzw. Segensgeste oder einer Dankesfeier.
Mögliche Elemente:
• Liedauswahl z.B.:
• Lesungen vom Tag bzw. passende Bibelstellen: z.B.: Röm 16,1-7; Mt 5,13-16
• Wort und Zeichenhandlung während oder nach der Predigt
• Segenstext und Segensgeste bzw. kleines Geschenk als Erinnerungs- und Ermutigungszeichen
• Gebete, Fürbitten, Bitten, Dank …
Segen
Gott, der dieser Welt jeden Tag neu
Licht und Leben gibt,
lasse sein Angesicht leuchten
über dir und über allen, denen du begegnest,
über allem, was auf dich zukommt.Gottes Licht erhelle alle deine Wege.
Gottes Licht umhülle deine Höhen und Tiefen.
Gottes Ewigkeit durchringe deine Zeit.Es segne und behüte dich Gott, der uns Vater und
Mutter ist, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen
Durch die feierliche Einbettung in den Sonntagsgottesdienst – am besten zu Beginn des neuen Arbeitsjahres bzw. am Ende des Arbeitsjahres – werden meine Beauftragung und meine Rolle offiziell. Es ist ja nicht nur meine private Angelegenheit, dass ich hier ehrenamtlich wirke. Die Feier erleichtert zugleich den Beginn meiner Tätigkeit, weil Zuspruch und Segen voraus gehen. Es zählt nicht nur meine geleistete Arbeit, sondern der Glaube, dass all unser schöpferisches Tun letztlich in ein größeres Ganzes eingebettet ist. Gott ist letzter tragender Grund in meinem/unserem Leben.
Diese Anregungen zu einer wertschätzenden Kultur im Umgang mit ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen in den Pfarren sind zunächst für alle Hauptamtlichen bzw. für die kfb-Leiterinnen gedacht, um die Idee einer Segens- oder Dankesfeier in die liturgische Planung einzubeziehen.
Für alle weiteren engagierten Frauen in der kfb vor Ort mögen sie eine Chance sein, sich zu fragen, was sie brauchen, um mit Freude und Erfolg ehrenamtlich zu arbeiten.
Mag.a Johanna König-Ertl, Arbeitskreis Spiritualität







