TEILEN MIT FRAUEN IN NOT
Bundespräsident Dr. Heinz Fischer lud gemeinsam mit der Katholischen Frauenbewegung Österreichs VertreterInnen aus Politik und Kirche zum Benefiz-Suppenessen für die Aktion Familienfasttag in die Präsidentschaftskanzlei ein.
Ihre Solidarität mit benachteiligten Frauen in den armen Ländern des Südens brachten am Mittwochabend, 24. Februar 2010, mehr als 200 VertreterInnen von Politik, Kirche und Entwicklungszusammenarbeit beim Benefiz-Suppenessen für die Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung Österreichs (kfbö) in Wiener Hofburg zum Ausdruck. Bundespräsident Dr. Heinz Fischer und seine Frau Margit Fischer, die seit Jahren aktiv diese erste österreichische Initiative für frauenspezifische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt, konnten gemeinsam mit der kfbö Kardinal Dr. Christoph Schönborn, Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, Staatsekretärin Christine Marek, Nuntius Erzbischof Dr. Peter Stephan Zurbriggen, den Referenten für Frauenbelange in der Österreichischen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Alois Schwarz aus Klagenfurt sowie dessen Amtsvorgänger Altbischof Maximilian Aichern und Bischof Salvadore Lobo aus der Diözese Diözese Baruipur im indischen Bundesstaat Westbengalen, einen langjährigen Projektpartner der Aktion Familienfasttag, begrüßen. An dem Benefiz-Suppenessen nahmen auch der Abtpräses der Benediktiner, Christian Haidinger OSB, der Abt im Stift Altenburg und Geistlicher Assistent der kfbö ist, und die Bischofsvikare aus der Erzdiözese Wien, Prälat Karl Rühringer und Mag. Amadeus Hörschläger OCist sowie Caritas Präsident Franz Küberl und der Wiener Caritasdirektor Msgr. DDR. Michael Landau teil. Auch die beiden Volksanwältinnen Dr.in Gertrude Brinek und Mag.a Terezija Stoisits sowie die Klubobfrau der Grünen, NRAbg. Mag.a Dr.in Eva Glawischnig-Piesczek und Gleichbehandlungssanwältin Dr.in Ingrid Nikolay-Leitner kamen in die Präsidentschaftskanzlei, um ihre Bereitschaft zum Teilen mit armen Frauen zu bekunden.
Gemäß der Tradition der Aktion Familienfasttag wurden als Zeichen der Verbundenheit mit Menschen in Not nur Suppen und einfache Speisen gegessen, dafür aber kräftig bezahlt. 4.430 Euro wurden für Projekte gespendet, die Frauen in Asien und Lateinamerika helfen, ihre Lebenssituation selbst nachhaltig zu verbessern.
Die SchülerInnen der Klasse 3FRA der Gastgewerbefachschule der Wiener Gastwirte hatten unter Leitung von Dipl.Päd. Küchenmeister Christian Tötzl Krensuppe mit Rohnen-Erdäpfelaberl, Mühlviertler Rahmsuppe mit Schwarzbrotwürfel und Marchfelder Gemüsesuppe mit Grießknöderl, Gemüsebuchteln mit Lauchsauce, Krautstrudel mit Rahmdip und Matjessalat auf Hausfrauenart zubereitet. Thayibb Sahini und Perry Wurzinger sorgten für indische Klänge, das Trio „Canto y Cuerda“ bot lateinamerikanische Rhythmen.
Kardinal Schönborn dankte für Engagement
Kardinal Dr. Christoph Schönborn nahm die Gelegenheit zum Anlass um der Katholischen Frauenbewegung Österreichs seinen Dank auszusprechen. Wenn es auch, wie der Wiener Erzbischof betonte, zwischen den Bischöfen und der kfbö „ ein nicht immer ganz friktionsfreies Verhältnis gäbe, so müsse man doch „stolz auf das sein, was die Katholische Frauenbewegung für dieses Land und für viele Menschen in der Welt bedeutet.“ Dafür sagte der Kardinal „ein herzliches Vergelt’s Gott ihnen allen und den Kämpferinnen der Katholischen Frauenbewegung Österreichs.
Bischof Lobo: Welt gemeinsam verbessern.
Auch Bischof Lobo aus der indischen Diözese Baruipur bei Klakutta, der seit zehn Jahren für Frauenförderungsprojekte Mittel aus der Aktion Familienfasttag von der Katholischen Frauenbewegung erhält, dankte herzlich für diese Unterstützung aus Österreich. Er unterstrich auch die Notwendigkeit grenzüberschreitender Zusammenarbeit: “Die Welt ist eine globale Familie. Wir müssen gemeinsam gehen, um sie zu einem besseren Ort zu machen.”
Hauft: Gemeinsames Engagement für mehr Entwicklungszusammenarbeit
Die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, Margit Hauft, dankte allen Gästen und TeilnehmerInnen an der Aktion Familienfasttag für deren Bereitschaft zum Teilen, die eine Haltung der Weltoffenheit und der Solidarität aufzeige. Sie forderte die Gäste auf, alle ihre Einflussmöglichkeiten zu nutzen, um die 0,7 % des Bruttoinlandsproduktes für Entwicklungszusammenarbeit endlich zu verwirklichen.
Bildtext:
Küchenmeister Tötzl kredenzte Staatssekretärin Marek, Grünen-Klubobfrau Glawischnig, Kardinal Schönborn,kfbö-Vorsitzender Hauft, Volksanwältin Stojsits, Bundespräsident Fischer, Frauenministerin Heinisch-Hosek, Nuntius Zurbriggen, Bischof Lobo, Volksanwältin Brinek und Bischof Schwarz (v.l.n.r.) köstliche Suppen.
Alle Fotos:Godany
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Eleonore Bayer
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