![]() Foto Brigitta Ngo Van-Wagner |
Päpstliche Auszeichnung für Ingrid Klein |
Die ehemalige Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs (kfbö), Ingrid Klein, wurde für ihr langjähriges kirchliches Engagement vor allem auf dem Gebiet der Arbeit mit Frauen mit dem Komturkreuz des päpstlichen Silvesterordens ausgezeichnet. Weihbischof Franz Scharl überreichte im Rahmen eines Festaktes im Wiener Erzbischöflichen Palais am Freitag, 16. Oktober 2009 die hohe Auszeichnung.

Die Leitung der kfbö freut sich mit Ingrid Klein über den Papstorden. (v.l.n.r: kfbö Generalsekretärin Silvia Ursula Ertl, kfbö-Vorsitzende Margit Hauft, Ingrid Klein, stv. Vorsitzende der kfbö Helene Renner, Weihbischof Franz Scharl)
Foto Brigitta Ngo Van-Wagner
Ingrid Klein hat aus der Katholischen Frauenbewegung Österreichs in ihrer Amtszeit von 1987 bis 1999 eine moderne, selbstbewusste Frauenorganisation gemacht, “die Konflikte nicht scheut, an derem Katholischsein aber kein Zweifel besteht”, betonte der Wiener Neustädter Dompropst Prälat Wilhelm Müller in seiner Laudatio. Er war früher Pfarrer in Ingrid Kleins Wohnort Mödling bei Wien. An seiner Seite wirkte sie viele Jahre als stv. Vorsitzende des Pfarrgemeinderates.
Kämpferin für neues Frauenbild in der Kirche
Bereits als stv. Vorsitzende der kfbö setzte Ingrid Klein in der katholischen Kirche die Weichen für ein neues Frauenbild. Sie war 1984 maßgeblich an der Organisation der Österreichischen Pastoraltagung über die Rolle der Frau und dem daraus resultierenden Text der Pastoralkommission Österreichs zum Thema „Frau, Partnerin in der Kirche“ beteiligt. Stets bemühte sich die Wienerin starre Rollenbilder aufzubrechen und das ehrenamtliche Engagement der Laien, vor allem der Frauen, aufzuwerten. Unter ihrer Führung entstanden im Rahmen eines breiten Diskussionsprozesses die nach wie vor aktuellen Leitlinien der kfbö. Bis heute ist Ingrid Klein in der kirchlichen Erwachsenenbildung tätig. Große Beachtung findet dabei die Seminarreihe „Frauenherbst“, ein von ihr initiiertes und begleitetes Selbsterfahrungsprogramm für Frauen über 50. Mit großer Umsicht betreibt sie bis heute auch die Weiterentwicklung der im Besitz der Katholischen Frauenbewegung befindlichen Zeitschrift „Welt der Frau“.
In frühester Jugend engagierte sich Ingrid Klein bei der Katholischen Jungschar. Sie war deren Bundesvorsitzende und leitete auch das Katholische Jugendwerk. Große Verdienste erwarb sie sich auch ab 1989 als Vizepräsidentin des Wiener Diözesanforums. Viele Jahre hindurch wirkte sie als Vertreterin der kfbö in der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission.








