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Herzlich willkommen bei der Katholischen Frauenbewegung der Erzdiözese Wien

 

„Weil’s gerecht ist – FAIRändern wir die Welt“. Das Jahresthema der kfb im Arbeitsjahr 2016/17

Wir tragen nichts dazu bei, wo wir geboren werden, welche Unterstützung, Förderung und Wahlmöglichkeiten wir auf unseren Weg mitbekommen. Angesichts einer extrem ungerechten Verteilung von Chancen sehen wir uns als Christinnen gerufen, uns für mehr Gerechtigkeit zu engagieren – die Welt zu FAIRändern!

kfb-Rückmeldebogen 2016

Da die kfb eine zertifizierte Erwachsenenbildungseinrichtung ist, müssen wir jährlich eine Bildungsstatistik abgeben. Dafür bekommen wir wieder Subventionen, die der kfb-Arbeit zugutekommen.

Hier können Sie das Formular downloaden und per Mail an uns schicken.

Vielen Dank für Ihre Mühe!

 

Anja Appel – „Wir Frauen müssen mehr Politik machen!“

Die Katholische Frauenbewegung fairändert die Welt

18.09.2016

„Die, die das Geld haben, sind am Steuer. Wir können sie nicht enteignen, aber wir müssen versuchen, über die Politik Einfluss auf unser Umfeld zu nehmen. Die Gesellschaft lebt davon, dass wir uns alle einbringen!“, sagte Anja Appel, Generalsekretärin der kfbö beim Impulstag der Kath. Frauenbewegung Wien am 17. September 2016 im Churhaus am Stephansplatz, der unter dem Jahresthema „Weil´s gerecht ist, fairändern wir die Welt“ stand. Dieses Motto konkretisiert die kfb besonders mit ihrer Aktion Familienfasttag, die an diesem Diözesantreffen im Mittelpunkt stand. Die rund 70 Teilnehmerinnen beschäftigten sich mit den Hintergründen und Zielsetzungen der Aktion und wurden in ihrem Engagement für eine gerechtere Verteilung und gute Lebensbedingungen für alle bestärkt. „Ich komme immer wieder gerne zum Impulstag, weil mir die Kraft, die hier spürbar ist, neuen Rückenwind für mich und meine kfb-Arbeit in der Pfarre gibt“, bestätigte eine Teilnehmerin.

Die Herausforderungen der Entwicklungspolitik

Appel erläuterte in ihrem Impulsreferat die großen Herausforderungen, die sich derzeit in der Entwicklungspolitik und -zusammenarbeit zeigen: zum Beispiel die Auswirkungen der enormen Produktionssteigerung im 20. Jahrhundert, die zu mehr Lebensqualität in den reichen Ländern unserer Erde geführt hat, aber auch die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen mit sich brachte. Oder die Neuordnung der Welt nach dem Zusammenbruch des Ostblocks, die neue globale Player wie die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika als Schwellenländer) hervorbrachte. Deren Wirtschaftsmodelle seien klar auf Wachstum ausgerichtet, da sie möglichst schnell einen westlichen Lebensstandard erreichen wollen. Dies sei völlig legitim, so Appel, heize aber den Klimawandel weiter an, dessen Hauptverursacher die reichen Staaten sind, die Lasten müssen jedoch vorwiegend die Menschen in armen Ländern tragen. Auf diese Art von Ungerechtigkeiten gelte es aufmerksam zu machen und bei der Umsetzung eines nachhaltigeren Lebensstils bei uns selbst anzufangen. Gleichzeitig brauche es aber auch neue Allianzen zwischen kirchlichen, entwicklungspolitischen und ökologischen Organisationen, um auf politischer Ebene mehr bewirken zu können. Der große Basisbezug, den die Kirche vorweisen kann, sei dabei eine Qualität, die noch zu wenig genutzt werde, meinte Appel.

„Pfarrgemeinde FairWandeln“ als Vorzeigeprojekt

Traude Novy, langjährige kfb-Frau und Vorstandsmitglied bei FAIRTRADE, wies auf das aktuelle Projekt „Pfarrgemeinde FairWandeln“ hin, das auch von der Kath. Frauenbewegung unterstützt wird. Es biete Pfarren die Möglichkeit, die erwünschte Fair-Wandlung der Welt in unserem Umfeld konkret zu beginnen. Pfarrgemeinden erhalten dabei Unterstützung, Initiativen in den Bereichen Schöpfungsverantwortung, faires Wirtschaften und Soziales / Menschenrechte zu setzen. Ziel ist, gemeinsam öko-fair-sozial gerechter zu werden. Infos zum Mitmachen gibt es unter www.fairwandeln.at. „Wir müssen uns solidarisieren, denn Eine allein kann die Welt ohnehin nicht verändern. Der Zusammenhalt in der kfb-Gruppe stärkt uns dabei den Rücken“, so Novy.

Bestärkend wirkten auch die „Healing Songs“ mit Isabella Ehart, Geistl. Assistentin der kfbö, die den stimmungsvollen Ausklang des Impulstages bildeten.
Silvia Schreyer-Richtarz